wie werde ich bei Google gefunden?

Warum „einmal eintragen“ nicht reicht: Was Du wirklich tun musst, um bei Google gefunden zu werden

Ja Du kennst das wahrscheinlich, Du hast Dich eingetragen, nicht nur hier im Business Frauen Netzwerk, auch woanders, vielleicht sogar bei Google selbst, und dann wartest Du darauf, dass die Anfragen kommen. Und dann passiert erstmal gar nichts. Wie deprimierend!!

Viele meiner Coachees (hauptsächlich Gründerinnen) und auch Frauen in meinem Netzwerk gehen mit derselben Erwartung an den Start: „Ich trage mich ein, und dann werde ich gefunden.“ Die Realität sieht anders aus, und 2026 wird es sogar noch etwas anspruchsvoller. Das heißt aber nicht, dass Du machtlos bist. Im Gegenteil.

Warum ein Eintrag allein nicht reicht

Ein Eintrag in einem Netzwerk oder Branchenverzeichnis ist wie ein Schild an einer Litfaßsäule in der Stadt: Er hilft, aber er ersetzt nicht Dein eigenes Ladenschild und Schaufenster. Er macht Dich für Menschen sichtbar, die dort suchen, und er gibt Deiner Webseite einen kleinen Vertrauensbaustein bei Google. Aber er sorgt nicht automatisch dafür, dass Du ganz oben erscheinst, wenn jemand zum Beispiel „Fotoshooting Dorfen“ oder „Coaching für Frauen München“ eingibt.

Damit Google Dich überhaupt findet und für relevant hält, braucht es mehr, im Idealfall eine eigene Webseite. Dieses Projekt schiebt sich bei vielen gerne mal Monate oder Jahre vor sich her. Die gute Nachricht: Du musst nicht bei null anfangen, um sichtbar zu werden.

Das Google Unternehmensprofil: Dein wichtigster erster Schritt

Ein Rat, den ich immer wieder gebe, und zwar immer und seit jeher: Richte Dir ein Google Unternehmensprofil ein, wenn Du das noch nicht getan hast. Es ist kostenlos, in etwa 20 bis 30 Minuten eingerichtet, und genau das ist es, was bei lokalen Suchanfragen ganz oben mit der Karte erscheint, noch vor jeder Webseite.

Worauf es dabei ankommt:

  • Vollständigkeit: Leistungen, Öffnungszeiten, aktuelle Fotos, alles ausfüllen, nichts leer lassen
  • Einheitliche Angaben: Name, Adresse und Telefonnummer sollten überall identisch sein, egal ob bei Google, auf Deiner Webseite oder in Verzeichnissen
  • Echte Bewertungen: Bitte zufriedene Kundinnen aktiv um eine Bewertung, und antworte darauf, das zeigt Google (und Deinen zukünftigen Kundinnen), dass Du präsent und im Austausch bist. Denk mal drüber nach, wie Du etwas aussuchst, das Du im Internet gefunden hast: Du guckst Dir auch die Bewertungen an, stimmt´s?

Selbst ohne eigene Webseite bist Du damit nicht komplett unsichtbar. Die Webseite darfst Du Dir dann in Ruhe vornehmen, wenn Du so weit bist.
Ich habe Coachees die sich selbstständig in Jimdo eingearbeitet haben, die einen Strato-Shop eröffnet haben, oder die sich WordPress selbst gelernt haben. Wenn Du eine:n Dienstleister:in hast: auch super! Aber bitte: Lass Dir zeigen, wie Du schnell und unkompliziert SELBST etwas ändern kannst. Denn das wird in Zukunft noch oft Dein Wunsch sein. Deine Produkte, Deine Positionierung ändert sich, Dein Markendesign kriegt ein Update, oder Du hast neue schicke Fotos machen lassen: das nun selbst auf der Webseite zu ändern ist Gold wert!

Warum es 2026 nicht mehr „einfach so“ funktioniert

Sichtbarkeit bei Google ist aktuell umkämpfter als noch vor ein, zwei Jahren. Google verändert gerade (wieder einmal), wie Suchergebnisse aussehen, und zeigt in Tests deutlich weniger Unternehmen organisch an als früher. Gleichzeitig nehmen bezahlte Anzeigen und Formate wie „Google Lokale Dienstleistungen“ einen wachsenden Teil der Sichtbarkeit ein.

Wenn es bei Dir nicht „einfach so“ klappt, liegt das nicht daran, dass Du etwas grundlegend falsch machst. Das Spielfeld ist voller geworden. Umso wichtiger ist es, die Grundlagen wirklich sauber zu machen, statt auf schnelle Wunder zu hoffen.

Die KI-Suche verändert das Spiel, aber nicht die Grundregeln

Die meisten Menschen fragen inzwischen nicht mehr nur bei Google, sondern auch bei ChatGPT, Perplexity, Claude oder den Google AI Overviews, wenn sie etwas in ihrer Nähe suchen. Das klingt nach einer ganz neuen Baustelle, ist es aber nicht.

Die Unternehmen, die in der klassischen Google-Suche gut aufgestellt sind, werden auch eher von der KI vorgeschlagen. Wer auf Platz 1 bei Google rankt, hat eine deutlich höhere Chance, auch in KI-Suchergebnissen aufzutauchen, als jemand mit einem schlechteren Ranking. Du musst also nicht zwei verschiedene Strategien fahren. Ein gepflegtes Google Profil, gute Bewertungen und klare, hilfreiche Inhalte auf Deiner Webseite zahlen auf beides ein.

An mehreren Stellen gefunden werden, warum das zählt

Verlass Dich nicht auf einen einzigen Ort. Je mehr vertrauenswürdige Stellen im Netz auf Dich und Dein Angebot hinweisen, wie zum Beispiel Dein Google Profil, ein Netzwerk-Eintrag (wie hier!!) , Deine eigene Webseite oder Deine Social-Media-Profile, desto klarer wird für Google (und für die KI-Suchsysteme), dass es Dich wirklich gibt und dass Du relevant bist. Diese Stellen sollten dabei im Idealfall alle aufeinander verweisen und dieselben Angaben zeigen.

Du musst also nicht überall perfekt eingetragen sein, aber ein bisschen Präsenz an mehreren Stellen ist wertvoller als die eine perfekte Webseite, die niemand findet, weil sie sonst nirgends verlinkt ist.

Dein nächster Schritt

Wenn Du bisher nur auf einen Netzwerk-Eintrag oder eine schlummernde Webseiten-Idee gesetzt hast: Fang klein an. Richte Dein Google Unternehmensprofil ein, sammle ein paar Bewertungen, und sorge dafür, dass Deine Angaben überall gleich sind. Das kostet Dich einen Nachmittag und ist keine Zauberei. Und es ist der Unterschied zwischen „irgendwo eingetragen sein“ und tatsächlich gefunden werden.

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