Du hast bestimmt schon mal von IKIGAI gehört. Das japanische Konzept ist in den letzten Jahren zum Trendwort geworden, oft verpackt in hübsche Grafiken mit vier überlappenden Kreisen. Aber was steckt wirklich dahinter, und was bringt es Dir, wenn Du gerade überlegst, Dich selbstständig zu machen?
Lass uns das mal ganz pragmatisch anschauen.
Was bedeutet Ikigai eigentlich?
Ikigai setzt sich aus den japanischen Wörtern für „Leben“ (iki) und „Wert“ oder „Sinn“ (gai) zusammen. Frei übersetzt: Dein Grund, morgens aufzustehen. Nicht der Wecker, sondern das, wofür es sich lohnt, den Tag zu beginnen.
Im Westen wurde daraus ein Modell mit vier Fragen, die sich überschneiden:
- Was liebst Du? Deine Leidenschaften und Interessen
- Worin bist Du gut? Deine Fähigkeiten und Talente
- Was braucht die Welt? Ein echtes Bedürfnis, das Du bedienen kannst
- Womit kannst Du Geld verdienen? Der wirtschaftlich tragfähige Teil

Dort, wo sich alle vier Bereiche überschneiden, soll Dein Ikigai liegen. Klingt erstmal simpel, und genau deshalb ist es auch ein guter Ausgangspunkt, wenn Du am Anfang Deiner Selbstständigkeit stehst und noch nicht genau weißt, wo Du anfangen sollst.
Warum das Konzept für Deinen Neustart hilfreich ist
Wenn Du mit 40 oder später beruflich neu durchstartest, hast Du meistens schon einiges gesammelt: Berufserfahrung, private Erfahrungen, vielleicht auch ein paar Umwege, die sich im Nachhinein als wertvoll erwiesen haben. Ich sage gern: Du hast schon so einiges in Deinem Rucksack drin.
Das Problem ist oft nicht, dass Du nichts zu bieten hast, sondern dass Du zu viele Möglichkeiten siehst und nicht weißt, wo Du anfangen sollst.
Ikigai hilft Dir, Deine Ideen zu sortieren, indem Du sie an vier klaren Fragen prüfst. Eine Geschäftsidee, die Dir zwar Spaß macht, aber niemand braucht, wird schwer zum Erfolg. Genauso eine, die zwar Geld bringt, Dich aber innerlich leer lässt. Es geht darum, einen Punkt zu finden, an dem sich all das trifft.
So kannst Du es für Dich nutzen
Du musst kein perfektes Diagramm zeichnen. Nimm Dir stattdessen ein Blatt Papier und beantworte die vier Fragen für Dich, ganz ehrlich und ohne Druck:
- Was tust Du gerne, auch wenn es niemand bezahlt?
- Wofür wirst Du oft um Rat gefragt, oder was fällt Dir leichter als anderen?
- Welches Problem siehst Du in Deinem Umfeld immer wieder, das noch niemand richtig löst?
- Womit könntest Du realistisch Geld verdienen, und zwar so, dass es zu Deiner Lebenssituation passt?
Schau Dir Deine Antworten an. Meistens findest Du dort schon Muster, die Dir zeigen, in welche Richtung Deine Geschäftsidee gehen könnte.
Ein ehrliches Wort
Ikigai klingt manchmal nach der einen großen Erleuchtung, die Dein ganzes Leben verändert. So ist es in der Realität selten. Für die meisten von uns ist es eher ein Prozess: ausprobieren, anpassen, wieder ausprobieren. Auch Deine Geschäftsidee darf sich noch entwickeln, während Du loslegst. Du musst nicht auf den perfekten Moment warten, an dem sich alle vier Kreise exakt überschneiden.
Wichtig ist, dass Du anfängst, Dir diese Fragen überhaupt zu stellen. Im Kurs „Design Your Business“ findest Du dafür eine Ikigai-Vorlage, die Du direkt für Dich ausfüllen kannst.
Von der Passion zum sichtbaren Angebot
Wenn Du Dein IKIGAI für Dich geklärt hast, ist der nächste logische Schritt, damit sichtbar zu werden. Genau dafür gibt es das Business Frauen Netzwerk. Dort kannst Du Dich mit einem konkreten Angebot eintragen, also nicht nur mit einer vagen Idee, sondern mit dem, was Du wirklich anbietest. So wird aus Deiner Leidenschaft ein Angebot, das andere Frauen finden und buchen können.
Ach ja, ich hab da auch mal eine kleine Anwendung gebastelt, vielleicht magst Du sie ausprobieren:
https://helga-schuller.de/turn-passion-into-business/
Viel Spaß und schreib mir gerne, ob Dir das Konzept IKIGAI weitergeholfen hat ♥️
Deine Helga
PS, wenn Du gerade noch ganz am Anfang Deiner Gründung bist, dann ist der Design Your Business Onlinekurs vielleicht gerade richtig für Dich! Dort gibt es viele Vorlagen und Workbooks, die Dir bei der Grundlage Deines Unternehmerinnenlebens weiterhelfen.
